Neue Rezension  

Cover: KonstellationenNeu in meiner Bibliothek:
"Gustav Freytag - Konstellationen des Realismus"
von Philipp Böttcher


Hier die Rezension dazu

   

Aktuelle Rezension  

Cover: Julian SchmidtHier eingestellt:
die Rezension von Bernt Ture von zur Mühlen zum neuen Buch von Norbert Otto:

"Julian Schmidt. Eine Spurensuche"

   
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Zum Inhalt

Kurzinhalt: Der liberalbürgerliche Arbeitsbegriff wird nach der fehlgeschlagenen 48er Revolution als Ideologie der bürgerlichen Arbeit zu einer dominierenden Kraft. Zunehmend stellen sich Arbeit und Erwerb als objektive Aufgabe nicht nur des bürgerlichen Menschen dar, werden ihr individuelle und kollektive Energien derart eingeformt, daß sie für die Aufrechterhaltung des gesellschaftspolitischen und ökonomischen Status quo nur noch unentbehrlich sein können. Dies belegt u.a. das Motto des Programmrealisten Julian Schmidt, das den 1855 erschienenen Roman „Soll und Haben” von Gustav Freytag auf seiner Bestseller-Karriere begleitet und zugleich Stimmungsbild und Propaganda ist: „Der Roman soll das deutsche Volk da suchen, wo es in seiner Tüchtigkeit zu finden ist, nämlich bei seiner Arbeit.” Aber auch die fast zeitgleich edierten Romane „Zwischen Himmel und Erde” und „Der grüne Heinrich” der Poetischen (Bürgerlichen) Realisten Otto Ludwig und Gottfried Keller stellen das Motiv der Arbeit in eine bis dahin in der Literatur so nicht gekannten Weise in ihren Mittelpunkt. Noch in seinen letzten Werken beruft sich der Poetische Realismus emphatisch auf die identitätsstiftende und emanzipatorische Größe Arbeit, wobei sich die Darstellung von ethischer Arbeit vor dem Hintergrund sich intensivierender ökonomischer Prozesse als zunehmend schwierig erweist. Mit der Forderung nach Persönlichkeitsrechten gerät im Laufe der Epoche neben Ständeordnung und Patriarchat deshalb auch die liberale Wirtschaftsordnung in Kritik. Die Suche nach Gerechtigkeit, nach der Wiederfindung humanbürgerlicher Ideale macht die Literatur der Epoche zum Ort der Auseinandersetzung.

 

Über die Autorin

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Rezension(en) / weitere Angaben

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Bibliographische Angaben

Autor: Petra Weser-Bissé
Titel: Arbeitscredo und Bürgersinn
Reihe: Epistemata - Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft 617
Verlag: Königshausen & Neumann, Würzburg
Erschienen: 15. Oktober 2007
Umfang, Ausstattung: 617 Seiten, kartoniert
Format: ca. 15,5 x 23,5 cm
ISBN: 978-3-8260-3691-0

 

 

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Hinweis: Bibliographische Angaben gemäß Verlagsangaben, nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit.

 

 

   

Kurz-Biographie

Gustav Freytag wurde am 13. Juli 1816 in Kreuzburg (Schlesien) geboren. Sein Vater Gottlob Ferdinand war Arzt, seine Mutter Henriette Albertine eine geborene Lehe. Mit Unterbrechung war Gottlob Ferdinand Bürgermeister von Kreuzburg. Freytag studierte bei Hoffmann von Fallersleben und Karl Lachmann. Da er aus politischen Gründen keine Professorenstelle bekam, wurde er zunächst als Privatdozent in Breslau tätig. Ab 1848 gab er gemeinsam mit Julian Schmidt die nationalliberale Zeitschrift „Die Grenzboten“ heraus. Seine Artikel brachten ihm u. a., daß er von Preußen steckbrieflich gesucht wurde. Er ließ sich schließlich in Siebleben bei Gotha nieder, wo ihm später von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha der Hofratstitel verliehen wurde.

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Kurz-Biographie

Gustav Freytag wurde am 13. Juli 1816 in Kreuzburg (Schlesien) geboren. Sein Vater Gottlob Ferdinand war Arzt, seine Mutter Henriette Albertine eine geborene Lehe. Mit Unterbrechung war Gottlob Ferdinand Bürgermeister von Kreuzburg. Freytag studierte bei Hoffmann von Fallersleben und Karl Lachmann. Da er aus politischen Gründen keine Professorenstelle bekam, wurde er zunächst als Privatdozent in Breslau tätig. Ab 1848 gab er gemeinsam mit Julian Schmidt die nationalliberale Zeitschrift „Die Grenzboten“ heraus. Seine Artikel brachten ihm u. a., daß er von Preußen steckbrieflich gesucht wurde. Er ließ sich schließlich in Siebleben bei Gotha nieder, wo ihm später von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha der Hofratstitel verliehen wurde.

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Die Ahnen 2: Das Nest der Zaunkönige

Jeder begehrt Macht und je größer seine Macht wird, desto höher steigt seine Begehrlichkeit. (Seite 158)

 

Cover: Gustav Freytag

 

Zum Inhalt

Rund zweihundertfünfzig Jahre nach dem Ende des ersten Bandes hebt dieser Roman im Kloster Hersfeld an, wo ein Nachfahre des Ingraban Mönch werden soll. Immo jedoch zieht es auf die Burg der Väter und in den Kampf zu Heinrich II. gegen den Babenberger. So verläßt er das Kloster, nicht ohne sich mit der Tochter des Grafen Gerhard, die er später heiraten möchte, gut zu stellen. Hildegard jedoch soll ins Kloster gezwungen werden, so daß Immo sich schließlich gegen den König stellt.

 

 

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Die Handschriften von Arborea

In den letzten Jahrzehnten kam zu Oristano auf der Insel Sardinien eine größere Anzahl Handschriften und Brieffragmente auf Pergament und Papier zum Vorschein, deren Inhalt die größte Bedeutung für Geschichte und Alterthümer der Insel beanspruchte. Die Documente waren ihrem Inhalte nach aus fast jedem Jahrhundert unserer Zeitrechnung, vom achten bis sechzehnten, darunter auch ein Palimpsest; sie enthielten eine Fülle von Thatsachen über die Geschichte und die Zustände der Insel Sardinien durch das ganze Mittelalter, die ältesten Proben italienischer Sprache in Vers und Prosa, Lebensgeschichten berühmter Sarden u.s. w.; sie erschienen als Bestandtheile einer Sammlung, welche beim Erwachen der Humanitätsstudien ein literarisch gebildeter Sarde angelegt hatte. Im Jahre 1846 wurde das erste dieser Documente, 1863 die ganze Sammlung unter dem Titel: Pergame, codici e fogli cartacei di Arborea von Pietro Martini in stattlichem Werke herausgegeben. Die Sache machte großes Aufsehen, zumeist in Italien, die Bereicherung unseres Wissens war plötzlich und auffallend, die ganze Culturgeschichte des italienischen Mittelalters erhielt ein verändertes Aussehn.

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Die Blume des Weins

1.

Der Wein, die liebliche Pflanze, ward hoch vor andern geehrt,
Ihr hat der müde Schöpfer zwei Blüthen im Jahre beschert,
Die ein' am Rebenstocke bei Sonnenlicht und Pracht,
Die andere tief im Keller in finstrer Mittternacht.
Die erst' in freien Lüften ist klein mit zartem Duft,
Die zweit' im Faß verborgen, erfüllt mit Balsam die Luft.
Wir fühlen die Kraft der Blumen am weingefüllten Glas,
Die Küfer aber verstehen das geistige Blühen im Faß,
Sie ahnen die tief Verborgene, sie scheuen das heimliche Leben,
Den nächtlichen Duft im Keller, und fürchten die Blume der Reben.
Doch ist ihr alter Glaube, bei hundertjährigem Wein
Soll einmal auch für Menschen die Pflanze sichtbar sein.

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